Drama Baby! Students organize their own English drama group. (Leitfach: Englisch)

Selbstorganisation einer Drama Group durch die Seminarteilnehmer mit dem Ziel, ein englischsprachiges Stück zur Aufführung zu bringen.

Erklärvideos produzieren (Leitfach: Französisch)

Ziel des Projektes ist es, Erklärvideos zu Fragestellungen zu drehen, die von den Schülerinnen und Schülern der Vorkurse und/oder der K I bearbeitet und gemeistert werden müssen. Im Laufe des Schuljahres können durchaus auch Themen der K II aufgegriffen werden.

Migration – Einheit und Vielfalt am Bayernkolleg Schweinfurt (Leitfach: Geographie)

Ca. 1/5 der Bevölkerung Deutschlands hat einen Migrationshintergrund, am Bayernkolleg Schweinfurt liegt der Prozentsatz sogar bei einem Drittel. Weltweite Flüchtlingsströme und ihre Folgen für die deutsche Gesellschaft beherrschen das politische Tagesgeschehen, die Berichterstattung in den Medien, die Gespräche an den Stammtischen etc. Gründe genug, sich mit Ursachen, Geschichte(n) und Folgen von Migration, Flucht und Asyl zu befassen und diese Problematik aus der Sicht von Beteiligten wie Interessierten zu beleuchten.

Dann sollen sie doch Kuchen essen! – Ein historisches Kochbuch (Leitfach: Geschichte)

Mit Bezug auf verschiedene Hungersnöte (z. B. Dreißigjähriger Krieg, Steckrübenwinter 1916/17, Belagerung Wiens 1683) soll ein Blick darauf geworfen werden, welche Rezepte in Krisenzeiten entstanden sind und welche Speisen in generell von Armut geprägten Familien an der Tagesordnung waren. Ziel ist es, ein Kochbuch zu verfassen, das Rezepte mit historischen Informationen verbindet und dazu anleiten soll, mit einfachen Zutaten preisgünstig und dennoch kreativ zu kochen.

Antike Aktiv im Trierer Land (Leitfach: Latein)

Ziel des Seminars ist es, eine Exkursion nach Trier zu planen und diese vor Ort durchzuführen. Abgesehen von der Buchung der Unterkunft ist es also Aufgabe der Schüler, ein Programm für die Exkursion zu planen und eine eigene Stadtführung zu gestalten. Dabei ist das Programm nicht nur auf die Stadt Trier selbst begrenzt, auch das nähere Umland bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die Exkursion soll im Frühjahr 2018 stattfinden.

Virtual Reality (Leitfach: Wirtschaft und Recht)

Die Seminarteilnehmer befassen sich mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Virtual und Augmented Reality. Projektziele könnten etwa die Ausarbeitung von virtuellen Stadt- bzw. Museumsrundgängen, Smartphone-gestützten „Schnitzeljagden“ (Bounds) oder der Organisation einer Ausstellung zum Thema „Virtual Reality“ sein.

Comics als Kunstgattung (Leitfach: Deutsch)

Auseinandersetzung mit der inhaltlichen und stilistischen Analyse ausgewählter Comics. Herausarbeiten von Betrachtungskriterien. Überprüfung der Bedeutung einer modernen Kunstgattung für die Literatur.

„Weibervolk verdammtes, schert euch in die Küche!“ – Die „neue Frau“ der 20iger und 30iger Jahre (Leitfach: Deutsch)

Was ist die Rolle der Frau? Was die des Mannes? Wie gestalten Männer und Frauen ihr Zusammenleben in Familie, Beruf und Gesellschaft? Wie kann Erfüllung in privatem wie beruflichem Leben gefunden werden? Diese Fragen sind heute von der gleichen Aktualität wie vor 100 Jahren, aber damals krempelten junge Menschen die tradierten Rollenvorstellungen erstmals mit Vehemenz um. Ihre Ideen und Hoffnungen, aber auch ihre Ängste und Desillusionen spiegeln sich eindrucksvoll in der zeitgenössischen Literatur, in der Malerei, in Romanverfilmungen sowie in sorgfältig recherchierten Biografien über die „neuen Frauen“. All diese Werke vermitteln ein differenziertes Bild der Epoche und der herrschenden Rollenvorstellungen und schlagen zugleich einen Bogen zu aktuellen Diskussionen.

Wie Journalisten schreiben – Lesen, Schreiben, Auswerten mit der F.A.Z. (Leitfach: Deutsch)

Die Schüler lesen, untersuchen und bewerten eine Qualitätszeitung wie die F.A.Z. und schreiben für sie. Am Ende des Seminars soll auf der Grundlage der Kenntnis dieser großen Tageszeitung, einer Analyse von Sprache, Themen, Inhalten der Zeitung eine wissenschaftliche Arbeit stehen. Auf dem Weg dorthin machen die Schüler selber in Form von journalistischen Porträts, Reportagen, Berichten Gehversuche als Journalisten.

China (Leitfach: Geographie)

你好! nǐ hǎo! Natürlich handelt es sich bei dem W-Seminar nicht um einen versteckten Sprachkurs, sondern Sie sollen sich vertiefend mit einem Land auseinandersetzen, in welchem nichts unmöglich scheint – im positiven wie auch negativen Sinn! Schlagzeilen über wirtschaftliche und technische Superlative, über die Auswirkungen der inzwischen nicht mehr existenten Ein-Kind-Politik, über Menschenrechtsverletzungen, über Umweltsünden, über gesellschaftliche Kuriositäten und viele mehr begegnen uns täglich. In den letzten Jahrzehnten hat China eine rasante Entwicklung durchlaufen, die das Land in vielen Bereichen massiv verändert hat. Nicht alle profitieren gleichermaßen von der wirtschaftlichen Aufbruchsstimmung und nicht nur deshalb haben sich die Gegensätze im Land verstärkt. Die Herausforderungen, welche daraus für die Zukunft entstehen, sind kaum absehbar.

Historische und aktuelle Prozesse im orientalischen Kulturraum (Leitfach: Geographie)

In keinem Gebiet der Welt treffen so viele Weltanschauungen, Kulturen und Gegensätze aufeinander wie im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika. Die Seminarteilnehmer werden sensibilisiert für die Hintergründe der unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Konflikte im Orient und für deren regionale und globale Tragweite. Aktuelle Entwicklungen werden genauso wie historisch-geographische Zusammenhänge thematisiert.

Physik mit dem Smartphone (Leitfach: Physik)

Smartphones besitzen eine Reihe von Sensoren, die für Messungen bei physikalischen Experimenten genutzt werden können. Mithilfe geeigneter Apps können Messungen vorgenommen, die Messwerte ausgelesen und die Experimente ausgewertet werden. Im Seminar sollen physikalische (Schul-)Experimente durchgeführt und die Eignung für quantitative Messungen untersucht werden.

E.F.I. (Education For India) nennt sich eine Arbeitsgruppe, die im Jahr 2005 von einer Handvoll Schülerinnen und Schülern sowie einer Lehrkraft des Bayernkollegs Schweinfurt gegründet wurde.

Bewegt von den Verheerungen der damaligen Tsunami-Flutkatastrophe, konfrontiert mit der Not in den betroffenen Ländern und aus dem Bewusstsein um unsere Verantwortung unseren Mitmenschen gegenüber, formierte sich die Gruppe mit dem Ziel, Jugendliche in Südindien zu unterstützen in ihrem Überlebenskampf gegen Armut und der daraus resultierenden Perspektivenlosigkeit.

Da Bildung einerseits die einzig realistische Entwicklungschance darstellt, andererseits aber teuer ist, hat sich E.F.I. das Ziel gesetzt, jährlich einer gewissen Anzahl von Jugendlichen „Bildung zu spenden“ und deshalb eine Patenschaft für eine Schule zu übernehmen.

Zu diesem Zweck knüpfte die Gruppe Kontakte zum St. Anne’s Community College in Aralvaimozhy in der südindischen Diözese Kottar im Bundesstaat Tamil Nadu (einem der ärmsten Bundesstaaten Südindiens). Es handelte sich um eine noch sehr neue Bildungseinrichtung, die im Juni 2005 vom katholischen Orden der St. Anne’s Schwestern gegründet und eröffnet wurde. In einjährigen Kursen wurde bedürftigen jungen Menschen, allen voran Opfern der Tsunami-Flutkatastrophe, durch Weiterbildung geholfen, ihre Chancen für den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Der Beitrag der E.F.I.-Gruppe bestand darin, für eine gewisse Anzahl von Jugendlichen deren Kosten für die einjährigen Kurse an der obengenannten Partnerschule zu übernehmen (Schulgebühren, Kosten für Internatsunterbringung, Verpflegung usw.). Auf diese Weise ermöglichte die E.F.I.-Gruppe seit ihrem Bestehen über 40 Schülern und Schülerinnen den Schulbesuch und verbesserte damit deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Vor einem Jahr wurde die Schule umstrukturiert zur allgemeinbildenden St. Anne’s Matriculation School, in der nun auch schon Kindergarten- und Grundschulkinder gefördert werden. Trotz der vergleichsweise niedrigen Schulgebühren gibt es viele Familien, die dieses Geld nicht aufbringen können. Hier ist die Untersützung von E.F.I. gefragt, v. a. da zu den Schulgebühren noch weitere Kosten für die Schuluniformen, Unterrichtsmaterial usw. kommen.

Aber woher nimmt E.F.I. die finanziellen Mittel?

Die E.F.I.-Gruppe, die aktuell aus der rekordverdächtigen Anzahl von 52 Schülerinnen und Schülern sowie aus vier Lehrkräften besteht, trifft sich regelmäßig und versucht, durch verschiedene Aktionen Geld zu sammeln, um diese Unterstützung bewerkstelligen zu können.
Der Apfelverkauf in den Pausen und die Bücherbasare zu Weihnachten und Ostern sind inzwischen legendär. Dass es außer den Büchern immer auch noch diverse Leckereien gibt, hat sich herumgesprochen.

Schließlich ist die E.F.I.-Gruppe auch während der Musicalabende präsent, indem sie jeweils die Sektbar und den Snackverkauf betreut.

Im Juli 2006 war eine kleine Delegation der E.F.I.-Gruppe zu einem Besuch nach Südindien. Im Frühjahr 2007 gab es im Bayernkolleg  einen interessanten und kurzweiligen Bericht von dieser Reise mit indischen Spezialitäten, Musik und farbenprächtigen indischen Gewändern. Im Schuljahr 2009/10 wurde die Fotoausstellung „Schulkinder in Indien“ eröffnet. Alle Aufnahmen stammen von Mitgliedern der E.F.I.-Gruppe bzw. des E.F.I.-Vereins. Ein Teil der Bilder, die einen überaus farbigen Einblick in den indischen Schulalltag geben, ist als Dauerausstellung noch immer im Schulhaus zu besichtigen.

Intern hat sich in der E.F.I.-Gruppe bereits mehrmals eine personelle „Runderneuerung“ ergeben. Die Gründungsmitglieder und diverse Nachfolger haben längst ihr Abitur gemacht und das Kolleg verlassen. Damit sie auch weiterhin die Möglichkeit haben, diesem Projekt, das ihnen doch sehr am Herzen liegt, verbunden zu bleiben, wurde der gemeinnützige E.F.I.-Verein e. V. gegründet, der auch Spendenquittungen ausstellen kann. Die Mitgliedschaft imVerein ist kostenfrei, aber freiwillige Spenden von Mitgliedern, Bekannten und Verwandten, die immer wieder eingehen, werden selbstverständliche gerne angenommen und dem gemeinnützigen Zweck zugeführt.

E.F.I. – das ist inzwischen mehr als eine Arbeitsgruppe: Es ist ein fester  und wichtiger Bestandteil des Schullebens am Bayernkolleg!

Ansprechpartner: H. Stübler-Vittmann, H. Göb, I. Gebhardt-Gögercin, S. Zink

„Ein Mann erschießt in Anwesenheit eines anderen Mannes auf offener Straße eine junge Frau. Er feuert einen oder mehrere Schüsse ab. Nach einer Version des Tathergangs zielt er dabei einmal direkt in den Bauch der Frau.

Die Frau ist unbewaffnet, ca. 18 Jahre alt und zum dritten Mal in ihrem Leben schwanger.

Die Tat ereignet sich in Schweinfurt am Nachmittag des 21. März 1945 in der Nähe des Städtischen Krankenhauses.

Hierhin haben die beiden Männer die Frau geführt, um sie zu erschießen.

Die Männer sind Kriminalbeamte. Jakob Ottmann, der Schütze ist 39 Jahre alt und als Kriminalsekretär bei der Kripo Schweinfurt hauptsächlich zuständig für Verbrechen wider das Leben und für schwere Diebstähle. Sein Kollege Ignaz Pokutta, 34 Jahre alt, ist ebenfalls als Kriminalsekretär bei derselben Dienststelle beschäftigt.

Die Frau ist Polin und Zwangsarbeiterin. Sie befand sich im Gewahrsam der Polizei. Man hatte sie verhaftet wegen – wie es hieß – fortgesetzten Weglaufens und Plünderungen.

Ihr Name: Zofia Malczyk.“

aus: Weisner, Christine: Zofia Malczyk – ein Leben. Verlag Rudolph & Enke, Eberthausen, 2007 (S. 5)

Bild aus dem Kunstprojekt „Zofia Malczyk“ von Nadine Lücker

Mit einer Patenschaft für das Denkmal in der Gustav-Adolf-Straße, welches auf die schreckliche Tat hinweisen soll, bemüht sich das Bayernkolleg zusammen mit der „Initiative gegen das Vergessen – Zwangsarbeit in Schweinfurt“ die historische Wahrheit um die fürchterlichen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus lebendig zu erhalten.

Hierzu werden Gedenkgänge organisiert, die von der Schule bis zum Denkmal verlaufen und von den Schülern und Lehrern des Bayernkollegs begangen werden.

Im Jahre 2015 kam es zu einem Kunstprojekt, in dem sich die Schüler von der Thematik inspirieren ließen und künstlerisch tätig wurden, was letztendlich in eine sehenswerte Ausstellung in den Gängen des Kollegs mündete, die auch der Öffentlichkeit zugänglich war.

Bild aus dem Kunstprojekt „Zofia Malczyk“ von Jessica Kloss

Auch in Zukunft wird sich das Bayernkolleg mit zahlreichen Projekten dem kurzen Leben der Zofia Malczyk widmen, letztlich auch, um damit seiner historischen Verantwortung gerecht zu werden.

Zofia-Malczyk-Gedenken 2017

An der Gedenkfeier 2017 nahm auch der polnische Konsul Marcin Krol teil.

Zofia-Malczyk-Gedenkfeier 2018
am Dienstag, dem 20.03., 16:00 Uhr, Gedenkstein vor dem Leopoldina-Krankenhaus

Gemäß § 30 Abs. 1 der Unterschwellenvergabeverordnung (UVgO) veröffentlich das Bayernkolleg Schweinfurt die folgende Information zum Vergabeverfahren bezüglich des „Medienkonzepts Bayern“:

  1. Auftraggeber ist das Bayernkolleg Schweinfurt (Florian-Geyer-Str. 13, 97421 Schweinfurt).
  2. Auftragnehmer ist die Firma W & T Informationssysteme, Mühlbachstr. 28, 97440 Werneck-Essleben.
  3. Verfahrensart: Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb
  4. Art und Umfang der Leistung: Anschaffung von Hard-/Software inkl. Wartung, Service und Aufbau
  5. Zeitraum der Leistungserbringung: 24 Monate