Kim Hertinger: „Meer bei Nacht“

Kim Fabienne Hertinger, Abiturjahrgang 2011, besuchte uns am 17.05.2018 am Bayernkolleg, um den Schülerinnen und Schülern der K I Einblicke in ihre Arbeit am Kurzfilm „Meer bei Nacht“ zu geben. Seit frühester Jugend wollte Kim im Bereich Film tätig sein. Das anfängliche Ziel, Schauspielerin zu werden, wurde bald von dem Wunsch abgelöst „anderen zu sagen, was sie tun sollen“, also Regie zu führen. Seitdem verfolgte sie diesen Traum mit großer Zielstrebigkeit: Sie absolvierte Kurse an der renommierten London Film Academy, drehte mit ihrem P-Seminar am Bayernkolleg einen preisgekrönten Kurzfilm, machte diverse Praktika bei Werbefilmern und schloss dabei wichtige Kontakte. Dabei blieb sie stets auch auf dem Boden der Tatsachen. Weil eine Karriere beim Film schwer zu verwirklichen ist, studiert Kim als „Plan B“ Psychologie, erweiterte allerdings ihren Studiengang früh um die Nebenfächer „Medienpsychologie“ und „Filmwissenschaften“. Aus ihren Studien heraus entstand auch die Idee für ihren Kurzfilm „Meer bei Nacht“, der das Korsakow-Syndrom, eine besondere Form der Amnesie thematisiert. Mit Hilfe ihrer Kontakte in die Filmbranche und einer Menge „Klinken putzen“ gelang es ihr, ein Team aus erfahrenen Filmleuten und Schauspielern zusammenzustellen und die Finanzierung ihres Projekts (u. a. durch einen Förderzuschuss der Stadt Würzburg) zu sichern. Das Ergebnis ist ein Film von 26 Minuten Länge, der die Zuschauer ob seiner Professionalität und der ergreifenden Geschichte tief beeindruckt zurückließ. Kim ergänzte diese Eindrücke mit einer kurzweiligen Präsentation, die Informationen zu ihrem Werdegang und zur Entstehung des Films enthielt. Im Anschluss daran gab es noch ausreichend Gelegenheit Fragen zu stellen. Der anhaltende Applaus war, mehr noch als der obligatorische Bocksbeutel, der verdiente Lohn für Kims gelungenen Vortrag. Danke dafür! • Frank Fischer