Icon Deutsch

Lesung mit
Helmut Haberkamm

Autorin der Woche

In dieser Woche jährt sich der Todestag von

Marie von Ebner-Eschenbach
13.09.1830–12.03.1916

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, geborene Gräfin Dubsky, wurde am 13. September 1830 auf Schloss Zdislawic bei Kremsier (Mähren) geboren; hier wohnte sie auch von 1856 bis zu ihrem Tod. Dazwischen lebte sie zumeist in Wien, wo sie u. a. mit Heinrich Laube, Christian Friedrich Hebbel, Ferdinand von Saar und Franz Grillparzer in Kontakt stand (Meine Erinnerungen an Grillparzer, 1916). Mehr als zehn Jahre blieben ihre Gedichte und Dramen nahezu unbeachtet. Das 1873 am Burgtheater in Wien uraufgeführte Schauspiel Das Waldfräulein provozierte wegen seiner kritischen Darstellung des Adels einen Skandal. Nach dem ersten deutschen Dienstmädchenroman Božena (1875) gelang Ebner-Eschenbach mit der 1880 in der Deutschen Rundschau veröffentlichten Erzählung Lotti, die Uhrmacherin der Durchbruch. Von nun an schilderte sie vor allem das Milieu des Wiener Adels bzw. Bürgertums und das Bauernleben ihrer Heimat. Die Dorf- und Schloßgeschichten (1883), die einige der bekanntesten Erzählungen der Autorin wie Jakob Szela und Krambambuli (verfilmt 1940 von Karl Köstlin und 1998 von Xaver Schwarzenberger) enthalten, werden, ebenso wie ihre darauf folgenden Werke, dem österreichischen Spätrealismus zugerechnet; sie offenbaren Ebner-Eschenbachs soziales Engagement sowie ihre emanzipatorische Einstellung. 1900 erhielt Ebner-Eschenbach als erste Frau die Ehrendoktorwürde der Universität Wien. Sie starb am 12. März 1916 in Wien.

Das Fach Deutsch hat am Bayernkolleg als Kern- und verpflichtendes Abiturfach einen großen Stellenwert. Im Deutschunterricht sollen die Kollegiatinnen und Kollegiaten

•  ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit entwickeln,

•  lernen, einen Text sach-, adressaten- und intentionsgerecht zu gestalten,

•  die Fähigkeit ausbilden, Texte aller Art zu erschließen und zu interpretieren,

•  wichtige Epochen, Stilrichtungen, Schriftsteller und Werke der deutschen Literatur kennenlernen.

Im Vorkurs umfasst der Deutschunterricht sechs Wochenstunden, in denen es darum geht, die verschiedenen Arten von Texten kennenzulernen, ihre inhaltliche Erschließung zu üben und eigene Texte zu gestalten. Die Kenntnisse und Fertigkeiten, die im Laufe des Jahres erworben werden sollen, sind in einem Grundwissenkatalog festgehalten, den Sie im PDF-Format herunterladen können.

In der K I (Eingangsphase) gibt es vier Wochenstunden Deutsch. Hier wird die Erschließung von Texten durch die besondere Betonung gattungsspezifischer Gesichtspunkte (z. B. Erzähltechnik, Dialoganalyse, formale Gestaltung von Gedichten) vertieft und der literaturgeschichtliche Aspekt einbezogen (Barock, Aufklärung, Sturm und Drang). Grundlage ist der von den bayerischen Kollegs erarbeitete Lehrplan und ebenfalls ein Grundwissenkatalog.

Auch in der Oberstufe (K II und K III) ist der Deutschunterricht vierstündig. Der Unterricht folgt hier dem Lehrplan für die 11. und 12. Jahrgangsstufe im achtjährigen Gymnasium.

Lesung mit Nora Gomringer

Lesung mit SAID